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¡¡MUCHAS GRACIAS - VIELEN DANK!!
Mit Ihrer Hilfe und Unterstützung konnten wir unglaubliche 13.100,00 Euro sammeln.
Monika Nonnenmacher, Photographin und Freundin von Bouchon Deutschland und J. Bouchon, Chile war vor Ort und hat gesehen, was schon getan wurde und wie viel Arbeit noch vor der Familie Bouchon und all Ihren Mitarbeitern liegt. Hier Ihr Bericht:
Ankunft Flughafen Santiago. Es ist gerade mal ein halbes Jahr her, dass ich hier war. Zunächst scheint alles gleich zu sein- und doch ist alles anders. Der Flughafen, vor dem Beben schick und völlig in Takt, ist eine große Baustelle. Die Füßgängerbrücken vom Terminal zum Parkplatz existieren zum großen Teil nicht mehr, werden neu aufgebaut.
In Santiago deutet nichts auf das schwere Erdbeben im Februar hin. Auch auf dem Weg in den Süden zum Weingut in der Region Maule scheint alles wie bisher. Nur die unglaublich vielen Baustellen überall sind Zeichen für den Aufbau. Die Ruta 5 nach Süden funktioniert und es gibt nur zwei Brücken, die noch nicht wieder aufgebaut sind. Doch auch das ist für den Verkehr kein Problem.
Je weiter man nach Süden kommt, umso mehr sieht man zerstörte Häuser und Trümmer- und Schutthaufen.
Das Zentrum von Talca ist am schlimmsten betroffen, ganze Straßenzüge sind zerstört, das Krankenhaus existiert nicht mehr, komplette Geschäftszüge sind weg.
Der Weg weiter nach Santa Maria de Mingre geht langsamer, weil immer wieder Baustellen den Verkehr kurz stoppen. Die Straße von der Ruta 5 Richtung Constitucion scheint völlig aus der Bahn. Man kann ohne Problem dort fahren und doch merkt man, alles schwimmt, man fährt über eine Bodenwelle nach der anderen.
Auf dem Weingut angekommen besichtige ich mit Julio Bouchon und dem Verwalter Osvaldo die Häuser der Mitarbeiter. Das Haus von Nibaldo ist völlig zerstört, unbewohnbar und auch nicht mehr aufzubauen.
Das Bild von ihm und seiner Familie nach dem Beben hat uns so sehr berührt, dass nach Absprache mit der Familie Bouchon und Michel Kia klar war.... da wollen wir helfen.
Zur Zeit lebt er noch mit seiner Familie in einer provisorischen Hütte.
Doch das wird sich in den nächsten 4 Wochen ändern. Das Holzhaus ist bestellt und wird bald an einem neuen Ort aufgebaut. Mit Ihrer Hilfe konnte dieses Haus mitfinanziert werden.
Wir sind dann gemeinsam weiter zu weiteren Mitarbeiter-Häusern, die gerade repariert und vor allem verbessert werden. Die Familie Bouchon nutzt die Chance des Unglücks und baut die Häuser neu auf. Die Familien bekommen neue Bäder, die Zimmer werden renoviert und erneuert.
Insgesamt wird an 8 Häusern gearbeitet und dann kommen neben dem Haus für Nibaldo, noch 3 weitere Holzhäuser hinzu, für die Familien, deren Häuser so zerstört sind, dass sie nicht wieder aufgebaut werden können. Alles in allem unglaublich viel Arbeit.
Doch bei all der Arbeit hat mich die Gemeinschaft der Mitarbeiter mit der Familie Bouchon beeindruckt. Osvaldo erzählte mir, dass er am Tag nach dem Beben die Mitarbeiter zusammen gerufen hat. Es war klar, dass ihnen geholfen wird und doch war da ein großes Problem. Die Bodega war stark betroffen und in den Weingärten hingen die Trauben zur Lese.
Er habe alle eingeschworen, doch zunächst einmal alles daran zu setzten, dass die Lese beginnen und der Betrieb laufen kann. Osvaldo hat dann im Gegenzug den Familien provisorische Zelte gebaut, weil alle Angst hatten in den Häusern zu schlafen. Die Erde bebte ja immer wieder und wieder. So konnte 1 1/2 Wochen nach dem Beben mit der Lese begonnen werden. Und dann das Gästehaus von Mingre... einer meiner liebsten Orte auf diesem Planeten. Ein große Baustelle, nichts ist mehr wie es war. Man sieht die großen Risse im Haus, die fehlende Wand im Barrique -Lager, den Schutt überall.
Aber was man vor allem sieht sind die vielen Arbeiter die unermüdlich das Haus, die Bodega, das Lager wieder aufbauen.
Es ist unglaublich mit welcher Kraft und an wie vielen Stellen dort gleichzeitig gearbeitet wird.
Bis Ende Oktober soll der erste Teil des Hauses wieder bewohnbar sein, sodass wieder Gäste empfangen werden können.
Die Idee und die Bitte von uns und einigen Mitarbeitern einer Schule unweit des Weingutes zu helfen, haben wir auch umsetzen können. In dieser kleinen Schule werden 28 Kinder unterrichtet. Die freuen sich nun gemeinsam mit der Lehrerin über 3 neue Computer und einen neuen Drucker, den wir durch Ihre Spenden kaufen konnten. Da ich während der Winterferien vor Ort war, habe ich leider nicht mit den Kinder reden können.

Die Familie Bouchon sagt noch einmal DANKE für Ihre unglaubliche Hilfe und Bereitschaft den Wiederaufbau zu unterstützen. Vor Ort sind alle stark beeindruckt über diese große Anteilnahme.
Herzliche Grüße
Kia Aussenhandel
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